Koalitionsvertrag CDU–CSU–FDP


Pressemitteilung vom 2.11.2009

Arbeitsvermittler loben Weichenstellung der neuen Bundesregierung!

Vermittlungsgutschein soll endlich marktgerecht eingesetzt werden!

Berlin. Der Landesverband Berlin–Brandenburg des Rings der Arbeitsvermittler (RdA) hat die im neuen Koalitionsvertrag festgehaltene marktgerechte Ausgestaltung des Vermittlungsgutscheins begrüßt. Jetzt muss im Dialog mit Praktikern an einem sinnvollen Beschäftigungsinstrument gearbeitet werden. Denn der bisherige Vermittlungsgutschein ist durch zu wenig Anspruchberechtigte und die verspätete Vergabe ein zahnloser Tiger geworden.
„Die Formulierung aus dem Koalitionsvertrag birgt Chancen, jetzt muss auch der Mut zum Handeln da sein“, sagt Andreas Kübler, Pressesprecher des RdA, und gibt damit die Meinung der Mehrzahl der Privaten Arbeitsvermittler wieder. „Wir haben schon früh auf die Lücken in der Ausgestaltung des Vermittlungsgutscheines hingewiesen und im Dialog mit Dirk Niebel, dem bisherigen Generalsekretär der FDP, sowie mit Experten der CDU sinnvolle Rahmenbedingungen für den Vermittlungsgutschein erarbeitet. Dass der Vermittlungsgutschein im neuen Koalitionsvertrag erwähnt wird, führt Kübler auch auf die Bemühungen des RdA zurück, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen.
Der Vermittlungsgutschein wurde bisher mit äußerst fragwürdigen Beschränkungen belegt. So haben Arbeitssuchende inzwischen erst nach zwei Monaten Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein. „Viele Menschen sitzen also zwei Monate lang rum, bevor sie sich aktiv um eine qualifizierte Vermittlung kümmern können. Dabei können gerade arbeitslos gewordene Menschen viel besser vermittelt werden“, beschreibt Kübler Konsequenzen aus den bisherigen Vergaberichtlinien.
Dass die Politik dieses Thema als wichtiges Instrument für mehr Wachstum und Beschäftigung verstanden hat und für einen marktgerecht ausgestalteten Vermittlungsgutschein ab Beginn der Arbeitslosigkeit eintritt, freut nicht nur die Privaten Arbeitsvermittler, sondern auch Führungskräfte in der Agentur für Arbeit. „Wer ernsthaft an einer besseren Vermittlung von Arbeitsuchenden interessiert ist, der begrüßt alle sinnvollen Maßnahmen. Wir wissen aus Gesprächen, dass Arbeitsvermittler der Agentur nicht sehr glücklich mit den bestehenden Instrumenten sind“, sagt Kübler. Ein Beispiel hierfür sind die Bewerbertrainings, die häufig geradezu flächendeckend ohne konkreten Grund an Arbeitsuchende vergeben werden, die eigentlich ganz andere Förderungen benötigen.
Wer sich in die Materie einarbeitet, wird schnell feststellen, dass die bisherigen Maßnahmen für mehr Beschäftigung einer gründlichen Überarbeitung bedürfen – dabei braucht es nicht einmal mehr Geld, das vorhandene muss nur richtig eingesetzt werden. Der RdA hofft, dass die neue Bundesregierung diese Aufgabe mit Schwung und Augenmaß zugleich angehen wird.



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