Arbeitsmarktpolitische Instrumente als Integrationsschritte ..."


Ring der Arbeitsvermittler fordert mehr Förderung
Diskussionsveranstaltung zu den Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik in Friedrichshain Kreuzberg
Berlin. Die vom SPD Arbeitskreis Wirtschaft, Arbeit und Europa am 21. September veranstaltete Expertenrunde im Café Sibylle an der Karl Marx Allee mit dem voluminösen Titel „Arbeitsmarktpolitische Instrumente als Integrationsschritte in den ersten Arbeitsmarkt – Bewertung und Ausblick“ brachte viele Gemeinsamkeiten der involvierten Verbände und Institutionen zum Vorschein und sorgte für einigen Gesprächsstoff.
Carmen Regin von der Jobassistenz Friedrichshain Kreuzberg hob die Wichtigkeit von mehr Bildung für Schüler hervor und beklagte die mangelnde Förderung durch Bildungsverantwortliche. Peter Beckers, Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Bürgerdienste und Ordnungsamt, hielt dagegen, dass Dinge wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und Zuverlässigkeit über die Schule oder gar durch Schulungen oder Maßnahmen nicht erlernt werden können, und das hier eigentlich immer noch das Elternhaus gefragt sei.
Auch Martin Zehe, Bereichsleiter Markt und Integration im Jobcenter Friedrichshain Kreuzberg, äußerte seinen Unmut über nicht zielführende Maßnahmen und sprach sich zum Beispiel dafür aus, konkrete Vermittlungen durch private Arbeitsvermittler stärker zu fördern, da hier die Erfolgsquote auch bei schwierigen Fällen hoch sei. Viele Maßnahmen bei übergeordneten Trägern und Aktionen im zweiten Arbeitsmarkt laufen ins Leere und führen kaum zu Vermittlungen in „echte“ Arbeit. Dem konnte Andreas Kübler vom Ring der Arbeitsvermittler (RdA) nur zustimmen. Darüber hinaus beklagte er enorme Hindernisse zum Beispiel durch den Ausschluss weiter Teile der Erwerbslosen vom Vermittlungsgutschein und die Nichtvergabe von Gutscheinen während laufender Eingliederungs– und Qualifizierungsmaßnahmen.
Die Teilnehmer machten in dem vor allem in der zweiten Hälfte sehr lebhaft geführten Gespräch die Vermittlungshemmnisse von Langzeitarbeitslosen für einen Großteil der Probleme verantwortlich. Hilfreich wäre hier ein Instrument, mit dem Private Arbeitsvermittler und Bildungsträger wirksamer zusammenarbeiten könnten, um Langzeitarbeitslose gezielter zu schulen und eine Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt herzustellen.
Der Dialog zwischen Privaten Vermittlern, Politik und Verwaltung ist in der Diskussion trotz aller Schwierigkeiten und teilweise gegensätzlichen Interessen auf einer professionellen und sachorientierten Ebene angekommen. Der RdA konnte seine Positionen an diesem Abend festigen und wird die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, den Jobcentern und der Wirtschaftsförderung in den Bezirken auch künftig im Sinne der Arbeitsuchenden weiterführen.


Die Podiumsteilnehmer führten trotz vieler gegensätzlicher Auffassungen eine sachliche und interessenorientierte Diskussion.



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