Stellungnahme zur Praxis von Bewerbugskostenerstattungen


Offener Brief des Rings der privaten Arbeitsvermittler (RdA)

Stellungnahme zur Praxis von Bewerbungskostenerstattungen


Sehr geehrte Damen und Herren,

in Zusammenhang mit der Kleinen Anfrage (Drucksache 16/11837) im Deutschen Bundestag zu Unregelmäßigkeiten bei der Bewerbungskostenerstattung für Arbeitslose stellt der Ring der Arbeitsvermittler (RdA) Folgendes fest:

– Unsere privaten Arbeitsvermittler verdienen ihr Geld nicht mit dem Erstellen und Versand von Bewerbungsunterlagen.

– Die adäquate Betreuung von Arbeitssuchenden durch private Arbeitsvermittler kann unserer Auffassung nach nicht durch solch eine Geschäftspraxis erfolgen – denn sie wäre für den Arbeitsvermittler bei ordnungsgemäßer Durchführung nicht wirtschaftlich.

– Unsere privaten Arbeitsvermittler verdienen Ihr Geld mit der erfolgreichen Vermittlung von Arbeitslosen. Arbeitsvermittler erhalten bei einer erfolgreichen Vermittlung nach jeweils 6 Wochen und einem halben Jahr 1000 Euro brutto über den von den Agenturen und Jobcentern herausgegebenen Vermittlungsgutschein. Diese Zeitverzögerung sichert ein nachhaltiges und langfristig orientiertes Vermitteln und schließt kurzfristige Mitnahmeeffekte aus.

– Die Kontrolle der Arbeit der privaten Arbeitsvermittler findet dezentral vor Ort durch die jeweils zuständigen Arbeitsagenturen statt. Daneben achtet der RdA auf ein seriöses Arbeiten seiner zertifizierten Mitglieder. In der Praxis arbeiten unsere Arbeitsvermittler gut und erfolgreich mit den Agenturen und Jobcentern zusammen und tauschen sich auch untereinander über Vermittlungen und effektive Arbeitsweisen aus.

– Die privaten Arbeitsvermittler des RdA möchten in erster Linie Menschen in Arbeit vermitteln. Dass private Arbeitsvermittler dabei Geld verdienen müssen, ist selbstverständlich. Daher setzen wir uns für eine besser Ausgestaltung des Vermittlungsgutscheines ein, damit Arbeitssuchenden langfristig wirklich geholfen werden kann und Mitnahmeeffekte, wie sie zum Beispiel durch den Massenversand von Bewerbungsunterlagen entstehen, in Zukunft nicht mehr auftreten.

Zu dem in der Kleinen Anfrage erwähnten Vorwurf betrügerischen Handelns gegen ein Unternehmen können wir keine konkreten Aussagen machen, da dieser Vermittler nicht Mitglied im RdA ist. Wir möchten jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass unsere zertifizierten Mitglieder nur bei konkret vorliegenden Aufträgen von Arbeitgebern personalisierte und passende Bewerberunterlagen versenden.

Für Fragen und den offenen Dialog zu den die private Arbeitsvermittlung betreffenden Themen stehen wir auch weiterhin gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Vorstand



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