Wege aus der Arbeitslosigkeit –– Private Arbeitsvermittlung eine Alternative


Wege aus der Arbeitslosigkeit – Private Arbeitsvermittlung eine Alternative?

Wer seine Arbeit verloren hat oder nach einer Unterbrechung in seinen Beruf zurückkehren möchte, sucht oft verzweifelt nach einer neuen Beschäftigung. Dabei können vielfältige Wege beschritten werden. Neben Stellenanzeigen, Jobbörsen und dem Gang zur Agentur für Arbeit / JobCenter bieten auch private Arbeitsvermittler Hilfe bei der Suche nach einem neuen Job.

Die Dienstleistungen der privaten Arbeitsvermittler richten sich sowohl an die Empfänger von ALG I als auch an Empfänger von ALG II. Die Agenturen für Arbeit / JobCenter unterstützen die Vermittlungsbemühungen der privaten Vermittler durch die Bereitstellung von so genannten Vermittlungsgutscheinen (VGS). Mit diesen kann der Arbeitssuchende private Arbeitsvermittler seiner Wahl mit der Jobsuche beauftragen. Bei erfolgreicher Vermittlung wird der private Vermittler die Vergütung bei der Agentur für Arbeit / JobCenter einfordern.
Dem Arbeitsuchenden entstehen somit keinerlei zusätzliche Kosten.

Grundsätzlich hat jeder ALG I Empfänger einen Rechtsanspruch auf den VGS, wenn er seit mindestens 2 Monaten beim Arbeitsamt arbeitsuchend gemeldet ist und Leistungen erhält.
Ein ALG II Empfänger kann den VGS ebenfalls nach 2–monatiger Arbeitslosigkeit beantragen, es besteht jedoch kein gesetzlicher Anspruch. Diese Bewilligung ist eine Kann– bzw. Ermessensleistung und ist abhängig vom zuständigen Bearbeiter. Die Praxis zeigt, dass engagierte arbeitsuchende ALG II Empfänger regelmäßig einen VGS erhalten. Die Beantragung des VGS kann formlos im Amt selbst oder per Telefon, Fax bzw. E–Mail erfolgen.

Die erfolgreiche Tätigkeit der privaten Vermittler resultiert aus den engen Kontakten zur Wirtschaft und zu den Agenturen für Arbeit / JobCentern. Die steigende Nachfrage der Wirtschaft nach Fachpersonal führt dazu, dass sich immer mehr Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern an private Arbeitsvermittler wenden, ihr Anforderungsprofil vorgeben und eine Vorauswahl der Bewerber in Auftrag geben.

Die privaten Arbeitsvermittler sind mit dem Arbeitsumfeld zukünftiger Jobs vertraut und können so die Bewerberprofile und das Leistungspotential der Bewerber abgleichen. Die Erstellung eines Bewerberprofils erfolgt stets in einem persönlichen Gespräch, in dem die erworbenen Qualifikationen und die beruflichen Erfahrungen sowie die Erwartungen des Bewerbers an seine zukünftige Tätigkeit thematisiert werden.
Private Arbeitsvermittler nehmen sich Zeit für ihre Kunden, um die beruflichen Möglichkeiten zu erkunden, um wage Vorstellungen zu konkretisieren und nicht realisierbare Vorstellungen zu relativieren.

Die Vergütung privater Arbeitsvermittler erfolgt ausschließlich erfolgsorientiert. Nur bei längerfristiger / dauerhafter Vermittlung werden die in Raten gezahlten Vergütungen vollständig ausbezahlt. Die erste Rate der Vergütung aus dem VGS kann nach einer sechswöchigen Beschäftigungsdauer und die zweite Rate nach einer sechsmonatigen Beschäftigungsdauer durch die privaten Vermittler bei der Agentur für Arbeit / JobCenter beantragt werden. Aus diesem Grund prüfen private Arbeitsvermittler die Angebote der Unternehmen auch auf Seriosität und Dauerhaftigkeit. Das beiderseitige Kündigungsrecht der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber in der Probezeit bleibt davon unberührt.

Arbeitsuchende ohne VGS und Arbeitnehmer, die sich beruflich verändern wollen, können sich ebenfalls an private Arbeitsvermittler wenden. Die Vergütung der Vermittlungsleistung ist in diesem Fall individuell zu verhandeln und wird im Regelfall von den Arbeitsuchenden selbst getragen.
Da in den letzten Monaten und Jahren eine verstärkte Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften entstanden ist, sind auch die suchenden Unternehmen in zunehmendem Maße bereit, die Kosten für die Vermittlung von Fachpersonal zu tragen.

Arbeitsuchende, die die Leistungen privater Arbeitsvermittler in Anspruch nehmen wollen, sollten bei ihrer Wahl auf Seriosität und Professionalität achten. Wichtige Kennzeichen hierfür sind:
– die Mitgliedschaft in einem Branchenverband, wie z.B. Ring der Arbeitsvermittler e.V. (RDA e.V.), International Federation for Employment and Recruitment e.V. (IFER e.V.), etc.,
– die Anerkennung der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Dezember 2003 unterzeichneten Qualitätsrichtlinien für die private Personal– und Arbeitsvermittlung,
– die Anmeldung der Tätigkeit als Arbeitsvermittler als Gewerbe,
– die Vergütung der Vermittlungsleistungen durch den VGS (ohne zusätzliche Kosten) oder auf privatrechtlicher Grundlage,
– der Abschluss eines schriftlichen Vertrages zwischen dem Arbeitsuchenden und dem Vermittler als Voraussetzung der Vermittlungsaktivitäten,
– die Einhaltung der Regelungen des Datenschutzes.

Entscheidend für ein vertrauensvolles Verhältnis ist, nach Meinung von
Dr. Hans–Peter Blisse von der AVP Arbeitsvermittlung & Personalberatung Berlin, auch der erste Eindruck, den der Arbeitsuchende von den räumlichen Gegebenheiten und dem Auftreten des privaten Arbeitsvermittlers gewinnt. Hierzu gehören sein Engagement, seine Kompetenz und seine Vernetzung mit regionalen und überregionalen Unternehmen. Arbeitsuchende sollten nur mit Arbeitsvermittlern zusammenarbeiten, zu denen sie auch Vertrauen gewonnen haben und mit gutem Gewissen ihre persönlichen Daten und Unterlagen übergeben können.

Sollten alle diese Bedingungen vorliegen, sind die Chancen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Arbeitsuchenden, Arbeitsvermittler und Arbeitgeber gegeben.
Für weitere Fragen stehen die zertifizierten Mitarbeiter von
AVP Arbeitsvermittlung & Personalberatung Berlin unter der
Telefon–Nr.: 030 – 25 32 45 08 bzw. der
E–Mail: dr.blisse@avpberlin sowie der
Webseite: www.avpberlin.de
gern zur Verfügung.



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